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Unternehmen Geschichte

Geschichte

Emil ŠkodaIm Jahre 1859 gründete der Graf Wallenstein-Wartenberg in Pilsen eine Niederlassung seiner Gießerei und Maschinenfabrik. In die Fabrik mit mehr als hundert Mitarbeitern trat im Jahre 1866 Ing. Emil Škoda, ein professioneller Maschinenbauexperte und ein dynamischer Unternehmer, die Stelle des Hauptingenieurs an. 1869 kaufte er die Fabrik schließlich. In kurzer Zeit erweitert er den Betrieb und in den 1880er Jahren gründet er bereits ein für damalige Verhältnisse äußerst modernes Stahlwerk, das in der Lage war, Gussstücke mit einem Gewicht von Dutzenden Tonnen zu liefern.   Stahlgussstücke und später Schmiedestücke für große Zivile und Kriegsschiffe wurden neben Zuckerfabriken zu bedeutenden Exportbereichen der Škoda-Fabrik.

 Im Jahre 1899 entstand aus dem ständig wachsenden Unternehmen eine Aktiengesellschaft und noch vor Ausbruch des ersten Weltkriegs wurden die Škoda-Betriebe zur größten Waffenfabrik Österreich-Ungarns. Sie lieferten der Marine sowie der Armee unter anderem schwere Kanonen und Munition. Es wurden nicht nur Gussstücke, von denen Rohrleitungsteile für das Kraftwerk an den Niagarafällen oder für die Schleusen des Suezkanals erwähnenswert sind, sondern auch Maschinenanlagen für Zuckerfabriken in der Türkei, für Brauereien in ganz Europa und Artilleriematerial in den Fernen Osten und nach Südamerika exportiert. Die Kriegsjahre 1914-1918 bedeuteten einen Rückgang der Friedensproduktion. Erhebliche Mittel wurden dem Ausbau von weiteren Produktionskapazitäten gewidmet.  In dieser Zeit kontrollierten die Škoda-Betriebe mit einer Aktienmajorität eine Reihe von Unternehmen in den tschechischen Ländern sowie im Ausland.  Im Jahre 1917 arbeiten in Pilsen bereits 35 Tausend Mitarbeiter.

 Nach der Entstehung der Tschechoslowakischen Republik im Jahre 1918 wurde der Betrieb unter den komplizierten wirschaftlichen Bedingungen Nachkriegseuropas von einem Rüstungskonzern zu einem Mischkonzern umgebaut. Das Produktionsprogramm umfasste neben den traditionellen auch eine Reihe von neuen Bereichen, zu denen z.B. Dampflokomotiven und später Elektrolokomotiven.

Továrna Škoda na konci 19. století

Im Jahre 1923 wurde die heute weltweit berühmte Schutzmarke – der geflügelte Pfeil in einem Kreis –  im Handelsregister eingetragen. Ab Mitte der 30er Jahre steigt auf Grund der angespannten politischen Situation in Europa das Volumen der Waffenerzeugung. Das Ende des 2. Weltkrieges verursachte erhebliche Schäden, bei Luftangriffen wurden praktisch 70 % des Geländes vernichtet. Im Jahre 1945 wurde der Konzern verstaatlicht. Schrittweise wurden verschiedene Teil von den Škoda-Betrieben (Škodovy závody) abgetrennt, so zum Beispiel das Automobilwerk in Mladá Boleslav, die Flugzeugfabrik in Prag, Betriebe in der Slowakei und weitere Fabriken für Lebensmittelanlagen. Zur Hauptaufgabe wird die Herstellung von Anlagen für den schweren Maschinenbau, den Investitionsindustrieaufbau, den öffentlichen Nahverkehr und die Energetik. Der Export zielt insbesondere auf die Länder des damaligen sozialistischen Blockes.Dampflokomotive Skoda

Nach dem Jahr 1989 fängt für den Škoda-Konzern eine Übergangszeit - von einem staatlichen Unternehmen zu einer Aktiengesellschaft - an, die nicht nur mit der Suche nach dem optimalen Produktionsprogramm, sondern auch mit der Erweiterung der Handelskontakte und der Suche nach neuen Märkten, abseits der bis dahin bevorzugten RGW-Märkte, die nach dem Jahre 1989 zusammenbrachen, verbunden war. In dieser Situation vollzog die Škoda Transportation eine Diversifizierung ihres Produktionsprogrammes von dem Stammbereich (Erzeugung von Eisenbahnschienenfahrzeugen) auf das Feld des öffentlichen Personennahverkehres. Seit dem Ende der 90er Jahre verlaufen umfangreiche Modernisierungen der U-Bahn-Zuggarnituren, an die die Herstellung von modernen Niederflur-Straßenbahnen anschließt. 

Insneue Jahrtausend tritt die Škoda Transportation bereits als starker und dynamischer Hersteller mit einem breiten Spektrum an Schienenfahrzeuge, die sich nicht nur in EU-Staaten sondern auch in den USA durchsetzen.

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